Das ist neu in den WFB 2022
(für die Eigenheimförderung)

- ein Service für unsere BauNRW-Kunden - 



Im Vorjahr wurde die WFB umfangreich umstrukturiert und erweitert. Im Vergleich dazu fallen die Änderungen in diesem Jahr redaktionell gering aus, dafür aber mit großem finanziellen Gewicht!

 

 

ALLGEMEINES

Die sogenannte Gebietskulisse, die Einteilung der Städte und Gemeinden in Kostenkategorien, wurde für 2021 überarbeitet und bleibt daher in diesem Jahr unverändert. Eine Auflistung der aktuellen Kostenkategorien finden Sie hier.

 
 

EINKOMMENSPRÜFUNG

Die Einkommensgrenzen haben sich zu Jahresanfang turnusmäßig erhöht. Die neuen Beträge können Sie der unten stehenden Tabelle entnehmen.

Aus den Änderungen des Gesetzes zur Förderung und Nutzung von Wohnraum für das Land Nordrhein-Westfalen (WFNG NRW) Ende Dezember 2021 ergeben sich folgende Neuerungen:

  • Der pauschale Abzug für geleistete Beiträge zur Krankenversicherung beträgt jetzt 12 Prozent (wie die übrigen Pauschalabzüge auch). Somit können sich die pauschalen Abzüge für Steuern, Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge bei einem Arbeitnehmer auf bis zu 36 % aufsummieren (§ 15 Abs. 2 WFNG NRW).
  • Der Freibetrag für junge Ehepaare in Höhe von 4.000 Euro wurde ausgeweitet auf alle Ehepaare bzw. eingetragene Lebenspartnerschaften. Das Jahr der Eheschließung und das Alter der Partner ist somit nicht mehr zu berücksichtigen. Nach wie vor wird dieser Freibetrag auch einem Haushalt gewährt, der lediglich aus 2 Personen besteht (§ 15 Abs. 3 Nr. 7 WFNG NRW)

 
FÖRDERDARLEHEN

Die Grunddarlehen wurden in allen vier Kostenkategorien um ca. 20 % angehoben. Die neuen Beträge entnehmen Sie bitte der unten stehenden Tabelle.

Der Familienbonus (für Kinder und schwerbehinderte Haushaltsangehörige) ist um 2.500 € auf 20.000 € angehoben worden.

Das Zusatzdarlehen für standortbedingte Mehrkosten ist der Höhe nach unverändert geblieben, allerdings sind einige Maßnahmen aus dem Förderkatalog gestrichen worden (z. B. die Errichtung von Lärmschutzwänden).

Das Zusatzdarlehen Bauen mit Holz ist auf 1,10 € pro Kilogramm verbautem (förderfähigen) Holz angehoben worden (vorher 0,80 €/kg).

NEU: Zusatzdarlehen für Bauvorhaben mit dem energetischen Niveau "BEG Effizienzhaus 40 Standard" in Höhe von 25.000 Euro.
Die technischen Anforderungen dafür sind in der "Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude - Wohngebäude (BEG WG)" festgeschrieben und werden in den WFB unverändert anerkannt.

Durch die Erhöhung der Darlehensbeträge erhöht sich auch der Betrag, der als Eigenleistungsersatz aus den Fördermitteln auf die Eigenleistungsquote angerechnet werden kann (nach wie vor 15 % der gewährten Fördermittel).

Der Tilgungsnachlass auf das Grunddarlehen, den Familienbonus und das Zusatzdarlehen für Barrierefreiheit wurde auf 10 % der Darlehenssumme angehoben (vorher 7,5 %).
Auf die übrigen Zusatzdarlehen, auch auf das neue Zusatzdarlehen für EH-40-Standard, wird ein Tilgungsnachlass von 50 % der Darlehenssumme gewährt.

Die Konditionen für die Förderdarlehen sind nicht geändert worden: Seit 2021 beträgt der Auszahlungskurs 100 %, die Zinsen liegen in den ersten 25 Jahren bei 0,5 % p.a., der Tilgungssatz bei 1 % p.a. bzw. bei Bestandserwerb bei 2 % p.a.

Für die Finanzierung aufgenommene Fremdmittel müssen ebenfalls seit 2021 einen Mindesttilgungssatz von 2 % aufweisen.

 

 
TRAGBARKEIT

Die Mindestrückbehalte sind deutlich angehoben worden, die betragen jetzt für den Ein-Personen-Haushalt 860 € (vorher 825 €), für den Zwei- und Mehrpersonenhaushalt 1.105 € (vorher 1.060 €) und für jede weitere Person 280 € (vorher 270 €).

Die Betriebskosten je qm Wohn- und Nutzfläche sind leicht erhöht worden, bei den Instandhaltungskosten gab es lediglich Veränderungen in den Baualtersklassen:

       Betriebskosten je qm Wohn- und Nutzfläche

          - für Förderobjekte ab Baujahr 2014: 22,90 € p.a. (vorher 22,-- €)

          - für Förderobjekte ab Baujahr 1984: 27,30 € p.a. (vorher 26,20 €)

          - für Förderobjekte bis Baujahr 1983: 32,20 € p.a. (vorher 31,-- €)

       Instandhaltungskosten je qm Wohn- und Nutzfläche

          - für Förderobjekte ab Baujahr 2001 (vorher 2000): 9,20 € p.a.

          - für Förderobjekte ab Baujahr 1991 (vorher 1990): 11,68 € p.a.

          - für Förderobjekte bis Baujahr 1990 (vorher 1989): 14,92 € p.a.

          - je Garage unverändert: 88,23 € p.a.

Zu Jahresbeginn trat die erste Dynamisierung des Wohngeldes und damit auch des Lastenzuschusses nach dem Wohngeldgesetz in Kraft. Die Höhe richtet sich nach Haushaltsgröße, Einkommen und der Belastung aus der Finanzierung. Der Lastenzuschuss kann bei vorliegender Berechtigung bei der Tragbarkeitsprüfung angerechnet werden.

 

 
ÜBERSICHT ÜBER DIE AKTUELLEN FÖRDERBETRÄGE

Grunddarlehen
für Neubau/Ersterwerb - Neuschaffung im Bestand - Gebrauchterwerb   |   Tilgungsnachlass

Kostenkategorie K1:  84.000 €   |   10 %

Kostenkategorie K2:   97.000 €   |   10 %

Kostenkategorie K3: 125.000 €   |   10 %

Kostenkategorie K4: 154.000 €   |   10 %


Zusatzdarlehen
für Neubau/Ersterwerb - Neuschaffung im Bestand - Gebrauchterwerb   |   Tilgungsnachlass

Familienbonus:  20.000 €   |   10 %

Darlehen für Barrierefreiheit:  10.000 €   |   10 %

Darlehen für standortbedingte Mehrkosten:  75 % der förderfähigen Kosten, max. 20.000 €   |   50 %

Darlehen für Bauvorhaben mit dem energetischen Niveau "BEG Effizienzhaus 40 Standard":   25.000 €   |   50 %

Darlehen für Bauen mit Holz:   1,10 € je kg förderfähigem Holz, max. 15.000 €   |   50 %

 

 
ÜBERSICHT ÜBER DIE AKTUELLEN EINKOMMENSGRENZEN

für den Ein-Personen-Haushalt: 20.420 €

für den Zwei- und Mehr-Personen-Haushalt: 24.600 €

für jede weitere Person: 5.660 €

für jedes Kind: 740 €

Die Einkommensgrenzen werden turnusmäßig alle drei Jahre erhöht (zuletzt am 01.01.2022).


Den Text der aktuellen WFB 2022 finden Sie hier (Stand nach redaktionellen Änderungen vom 17.02.2022).

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